
Arbeitsergebnisse des Workshops „Nahwärmeversorgung mit Holz – regional, dezentral und sicher“
Frau Hiendlmeier von C.A.R.M.E.N. e.V zur Veranstaltung Nahwärmeversorgung mit Holz – regional, dezenral und sicher:
„Den Wandel im Frankenwald aktiv zu gestalten und gleichzeitig neue Absatzmärkte für hiebreifes Holz in der Region zu schaffen, ist ein zukunftsweisender Ansatz. Dabei geht es nicht nur um sägefähiges Stammholz, sondern insbesondere auch um Waldrestholz, das als Hackschnitzel einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende im Landkreis leisten kann. Den Projektpartnern ist es gelungen, alle wichtigen Akteure an einen Tisch zu bringen.
Die Bürgermeister, die in ihren Gemeinden aktuell die kommunale Wärmeplanung begleiten, die Waldbesitzer, die auf die Erlöse von nicht sägefähigem Holz angewiesen sind, und die Betreiber bestehender Nahwärmenetze, deren Erfahrung wertvolle Impulse für weitere Projekte im Landkreis liefert.
Die Diskussion zur Versorgungssicherheit mit Brennstoffen hat gezeigt, dass der Aufbau eines zentralen Biomassehofes eine vielversprechende Option darstellen könnte.“
Ergebnisse zu Nachbarschaftlichen Wärmenetzen
- Pilotprojekte für kleine Nahwärmenetze sind im Frankenwald von Nöten!
- Zur Förderung neuer Nahwärmenetze sollte nach Ansicht der Teilnehmer eine Aufklärungskampagne zur Nahwärmeversorgung mit Holz ausgestaltet werden, da in den kommenden Jahrzehnten genug Holz vorhanden sein wird, um die Nahwärmenetze mit Betriebsstoff zu versorgen. Hierzu müssen positive Beispiele der Nahwärmeversorgung gezeigt werden.
- Die bestehenden Nahwärmenetze (Bioenergiedorf Effelter GmbH & Co. KG; Nahwärme Gössersdorf GbR; Dorfheizung Hirschfeld eG; Mitwitz eG; Nägler Bioenergie GmbH; Bioenergie Nordhalben eG) verfügen über einen Erfahrungsschatz, den sie den zukünftigen Nahwärmenetzen zur Verfügung stellen können.
- Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung sollten auch Überlegungen angestellt werden, welche Stadt- oder Dorfbereiche sich für Nahwärmenetze besonders lohnen würden.
- Es könnte eine „Stammtisch“ entstehen, in der potenzielle Nutzer mit Nahwärmenetzplanern verbunden werden.
Ergebnisse zur Versorgungssicherheit mit Holz
- Die Teilnehmer stellten fest, dass derzeit ein großes Angebot und eine gute Anbieterstruktur herrsche und die Rohstoffverfügbarkeit langfristig gesichert sei, sei es über den Grünschnitt entlang der Straßen, oder Hackschnitzel aus dem Wald.
Hinweise zu kommenden Veranstaltungen
Am 19.11.2025 findet die Veranstaltung „Die Zukunft von Holz als Grundstoff für die heimische Industrie“ von 17:00 bis 19 Uhr in der Lucas-Cranach-Campus, Güterstr. 7, 96317 Kronach statt.
Für den 11.12.2025 freuen wir uns die Veranstaltung „Erfolgreiche Netzwerkarbeit in der Forst- und Holzbranche – Ein Praxisbericht aus Südostoberbayern“ von 17 Uhr bis 19 Uhr in der Galerie an der Rodach, Kirchplatz 8a in 96364 Marktrodach ankündigen zu dürfen.
Wir möchten Sie auch noch informieren, dass Sie sich zu einem zweiten Workshop zum Thema „Nahwärmeversorgung mit Holz“ anmelden und einbringen können. Dieser wird im Februar 2026 stattfinden. Näheres teilen wir Ihnen zu gegebener Zeit mit.
Sollten Sie generell Interesse am Thema haben, melden Sie sich unter zukunft.holz@lra-kc.bayern.de.
